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Lexikon – Zahlungsziele

Ein Zahlungsziel ist ein Datum in der Zukunft, bis zu dem eine Rechnung spätestens bezahlt sein muss. Sprich eine Sonderfrist für eine Zahlung. Es handelt sich um den Zeitraum zwischen Fakturierung und dem Stichtag der Zahlung durch den Abnehmer. Wenn ein Unternehmen seinen Kunden ein Zahlungsziel einräumt, handelt es sich um einen kurzfristigen Lieferantenkredit.

Zinsen werden für diese Art von Darlehen nicht berechnet. Verpasst der Käufer das Zahlungsziel, bezahlt er also seine Rechnung nicht pünktlich, gerät er in Zahlungsverzug.

 

Zahlungsziele sind gesetzlich geregelt

Wenn Käufer und Verkäufer ein Zahlungsziel festlegen, darf die Dauer nur dann länger als 60 Tage betragen, wenn die beiden Vertragsparteien den längeren Zeitraum ausdrücklich vereinbaren. Außerdem darf die spätere Zahlung nicht grob unbillig für den Gläubiger sein, ihn also nicht übermäßig benachteiligen. Handelt es sich bei dem Abnehmer um eine öffentliche Stelle, muss bereits ein Zahlungsziel von mehr als dreißig Tagen ausdrücklich vereinbart werden.

 

Zahlungsziele in Verbindung mit einem Nachlass

Die Vereinbarung über ein Zahlungsziel zwischen Käufer und Verkäufer wird entweder im Kaufvertrag festgelegt oder der Verkäufer erklärt einseitig auf der Rechnung, dass er mit einer späteren Bezahlung einverstanden ist. Viele Lieferanten lassen ihren Kunden die Wahl, ob sie eine Rechnung zu einem späteren Zeitpunkt bezahlen oder ob die Zahlung schneller erfolgt und dafür ein Nachlass gewährt wird.

Diese Gewährung des Rabatts wird in der Regel als Skonto ausgewiesen. Eine gängige Angabe auf Rechnungen lautet, dass der Käufer zwei oder drei Prozent Skonto abziehen darf, wenn er die Rechnung innerhalb von sieben, zehn oder vierzehn Tagen bezahlt. Erfolgt die Zahlung erst nach dreißig Tagen, darf kein Skonto mehr abgezogen werden.

 

Mit Ablauf des Zahlungsziels beginnt der Verzug

Läuft ein Zahlungsziel ab, ohne dass der Käufer die Rechnung durch Überweisung oder Barzahlung beglichen hat, gerät er automatisch in Zahlungsverzug. Der Gläubiger muss keine Mahnung verschicken, sondern er kann die umgehende Zahlung zuzüglich Verzugszinsen und 40,00 Euro Pauschalgebühr verlangen.

Die Höhe der Verzugszinsen ist in Paragraf 271a BGB geregelt und beträgt fünf Prozent über dem Basiszins für Verbraucher und neun Prozent über dem Basiszins für Geschäftskunden. Die Deutsche Bundesbank legt die Höhe des Basiszinssatzes zweimal im Jahr fest.

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