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Lexikon – Mahnwesen

Das Mahnwesen als Teil des Debitorenmanagements eines Unternehmens ist ein wichtiger Bereich der Abteilung Forderungsmanagement. Wenn eine Firma eine Ware liefert oder eine Dienstleistung erbringt, stellt sie dafür eine Rechnung aus. Der Lieferant entscheidet, ob er seinen Kunden ein Zahlungsziel einräumt oder ob er auf Barzahlung bei Lieferung besteht. Bei einem Zahlungsziel muss der Empfänger die Forderungen zu dem angegebenen Termin bezahlen. Versäumt er die Zahlung, gerät er in Zahlungsverzug. In diesem Fall muss das Mahnwesen des Unternehmens eingreifen und eine Zahlungserinnerung verschicken.

 

Aufgabe des Mahnwesens

Das Mahnwesen sorgt dafür, dass Zahlungsrückstände der Kunden umgehend erkannt und angemahnt werden. Das ist ein wichtiger Aspekt der betrieblichen Buchhaltung, da säumige Zahler die Liquidität einer Firma einschränken. Schulden viele Abnehmer einem Betrieb Geld, können die fehlenden Beträge sogar zur Insolvenz des Unternehmens führen. Daher müssen offene Zahlungen beobachtet und bei Zahlungsverzug durch das Mahnwesen angemahnt werden. Die Mahnungen können entweder von betriebseigenen Abteilungen verschickt werden oder das Mahnwesen als Teil des Forderungsmanagements wird ausgelagert und ein Drittunternehmen übernimmt die Bearbeitung der Mahnungen.

 

Ablauf des Mahnwesens

Wenn ein säumiger Schuldner eine Zahlungserinnerung erhalten hat und nicht darauf reagiert, werden in der Regel anschließend bis zu zwei Mahnungen verschickt. Dies geschieht jedoch aus Kulanz. Zeigen die Mahnungen keine Wirkung, kann der Schuldner über das zuständige Amtsgericht einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen. Der Mahnbescheid wird ausgestellt, sobald der Antragsteller das Antragsformular komplett ausgefüllt und die geforderten Gebühren bezahlt hat. Der Angemahnte kann innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt des Mahnbescheids Widerspruch einlegen oder die Forderung bezahlen. Reagiert der Schuldner nicht, kann das Unternehmen einen Vollstreckungsbescheid beantragen. Auch hier hat der Zahlungspflichtige wieder zwei Wochen Zeit, die Zahlung zu leisten oder der Forderung zu widersprechen. Ansonsten erhält der Antragsteller einen Vollstreckungstitel, mit dem ein Gerichtsvollzieher eine Pfändung bei dem Schuldner durchführen kann. Jedes Unternehmen, das seinen Kunden ein Zahlungsziel einräumt, sollte auf den korrekten Ablauf des Mahnwesens achten. Firmen, die säumige Zahler nicht rechtzeitig anmahnen, gefährden ihre eigene Liquidität. Außerdem spricht es sich schnell unter den Kunden herum, wenn das Unternehmen erst sehr spät oder sogar überhaupt nicht offene Rechnungen anmahnt. Das kann die falschen Käufer anziehen, die es darauf anlegen, ihre Rechnungen nicht zu bezahlen.

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