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Lexikon – Inkasso

Der Begriff Inkasso bezeichnet den Einzug überfälliger Forderungen. Inkasso stammt von der italienischen Vokabel incassare ab, die Geld einziehen bedeutet. Den Einzug der Forderungen erledigt entweder die Abteilung Debitorenmanagement eines Unternehmens oder die Firma gibt unbezahlte und überfällige Rechnungen an ein spezielles Inkassounternehmen, eine Bank oder einen Rechtsanwalt ab. Der ordnungsgemäße Einzug der offenen Forderungen ist in Deutschland gesetzlich geregelt und wird durch die beiden übergeordneten Organisationen Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) und Bundesverband für Inkasso und Forderungsmanagement (BFIF) überwacht. Die Inkassounternehmen werden entweder im Namen des Gläubigers tätig oder sie verlangen die Zahlung im eigenen Namen. Seit einer Gesetzesänderung am 1. Juli 2008 muss die Inkassofirma dafür keine Erlaubnis mehr einholen. Inkasso ist somit eine Sonderform der Abtretung von Forderungen.

 

Unternehmen verschenken viel Geld

Experten schätzen, dass deutsche Unternehmen jedes Jahr circa 15 Milliarden Euro an uneinbringlichen Forderungen abschreiben. Vor allem unbezahlte Rechnungen mit Beträgen von unter 250,00 Euro werden von den Firmen ausgebucht, statt das Geld bei den säumigen Zahlern einzufordern. Vielen Unternehmen sind der Zeitaufwand und die Kosten für das Inkasso der überfälligen Rechnungen zu hoch. Daher buchen sie die nicht bezahlten Rechnungen als uneinbringliche Forderung aus und lassen sich von dem zuständigen Finanzamt die bereits abgeführte Umsatzsteuer wieder erstatten. Eine Alternative zu diesem Verlustgeschäft ist die Übertragung der offenen Forderungen an ein Kreditinstitut oder an ein Inkassounternehmen. Dabei haben die Firmen die Wahl zwischen einer Abtretung der Forderung, auch Zession genannt, und dem Verkauf der „frischen“ Forderung, auch als Factoring bezeichnet.

 

Verschiedene Inkassoarten

Neben der bekanntesten Inkassoart, dem Einzug von Forderungen, gibt es noch weitere Inkassoarten. Dazu zählt ein Wechsel, der ein einfaches Inkassopapier darstellt. Mit dem Wechsel weist der Aussteller den Schuldner, auch Bezogener genannt, an, zu einem bestimmten Termin die auf dem Wechsel genannte Summe an eine im Wechsel genannte Person zu zahlen. Bei einem Dokumenteninkasso erhält ein Exporteur Geld für eine Warenlieferung, nachdem er ordnungsgemäße Dokumente bei seiner Bank eingereicht hat. Ein Überwachungsinkasso wird durchgeführt, wenn eine Forderung im Moment nicht bezahlt werden kann, der Schuldner aber die Zahlung zu einem späteren Termin in Aussicht stellt. In diesem Fall finden im Rahmen des Überwachungsinkassos eine Beobachtung der offenen Forderung und der spätere Einzug des Rechnungsbetrages statt.

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