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Lexikon – Forderungsverkauf

Kunden, die erhaltene Waren oder Dienstleistungen nicht fristgemäß bezahlen, bedeuten nicht nur einen erheblichen Arbeitsaufwand für den Lieferanten. Offene Forderungen verringern die Liquidität einer Firma und können im schlimmsten Fall sogar zur Insolvenz des Lieferanten führen. Daher entscheiden sich immer mehr Unternehmen dazu, offene Forderungen zu verkaufen.

Der Forderungsverkauf ist auch unter dem Begriff Factoring bekannt. Als Käufer stehen entweder Kreditinstitute oder auf den Forderungsankauf spezialisierte Factoringgesellschaften bereit. Das verkaufende Unternehmen und die ankaufende Factoringgesellschaft, auch Factor genannt, schließen einen Vertrag i.d.R. mit einer bestimmten Laufzeit ab. In dem Vertrag wird vereinbart, ob der Kunde alle Forderungen verkaufen möchte oder nur Forderungen gegen bestimmte Debitoren. Dabei kann es sich auch um den fortwährenden Verkauf von Forderungen handeln, die gleiche Art und Güte besitzen. Unterm Strich ist ein Forderungsverkauf ein effektiver Schutz vor Forderungsverlusten.

 

Voraussetzungen

Bevor Unternehmen eine Forderung verkaufen können, müssen sie sicherstellen, dass die Forderung alle Bedingungen erfüllt, die der Factoringvertrag vorsieht. So darf zum Beispiel das Zahlungsziel in den meisten Fällen maximal 90 Tage bei Forderungen betragen. Es darf kein Dritter Rechte an der Forderung besitzen und der Warenkreditversicherer muss ein Versicherungslimit auf den Abnehmer (Debitor) zeichnen.

 

Exkurs: Echtes und unechtes Factoring

Mit dem Verkauf einer Forderung geht beim sogenannten echten Factoring auch das Ausfallrisiko auf den Factor über. Damit übernimmt das Inkassounternehmen oder die Bank das Risiko, dass der Käufer seiner Zahlungsverpflichtung nicht fristgemäß nachkommt. Es handelt sich bei dem echten Factoring um das Standardverfahren im Forderungsverkauf. Ein unechtes Factoring liegt dann vor, wenn ein Unternehmen zwar vorzeitig das Geld aus einer Warenlieferung oder aus einer erbrachten Dienstleistung erhält, er aber weiterhin das Risiko trägt, dass der Debitor zahlungsunfähig wird. In der Regel geben die Unternehmen jedoch auch das Ausfallrisiko an den Factor weiter¬.

 

Vorteile des Forderungsverkaufs

Neben einer erhöhten Liquidität bietet der Verkauf von Forderungen den Unternehmen noch andere Vorteile. So trägt der Factor das Kreditrisiko, er übernimmt die Überwachung der Zahlungseingänge und er wickelt das komplette Mahnwesen bei einem Zahlungsverzug ab. Das entlastet die Buchhaltung des Lieferanten, der dadurch Mitarbeiter im Forderungsmanagement einsparen kann.

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