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Lexikon – Forderungsabtretung

Bei Unternehmen, die Dienstleistungen oder Waren auf Kredit verkaufen, entstehen Forderungen gegen die Abnehmer. Diese Forderungen stellen Liquiditätsreserven eines Unternehmens dar. Außerdem ist die Verwaltung der offenen Forderungen sehr aufwendig. Zusätzlich trägt das Unternehmen das Risiko, dass der Käufer seiner Zahlungsverpflichtung nicht zum vereinbarten Termin nachkommt. Abhilfe bieten spezielle Unternehmen, an die das Unternehmen seine offenen Forderungen abtreten kann. Die Forderungsabtretung ist auch unter dem Anglizismus Factoring oder unter dem Begriff Zession bekannt.

 

Definition: Forderungsabtretung

Gemäß Paragraf 398 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) stellt die Abtretung einer Forderung ein Rechtsgeschäft dar, bei dem eine Forderung von einem Gläubiger auf einen anderen Gläubiger übergeht, ohne dass sich Schuldner oder Inhalt der Forderung ändern. Der abtretende Gläubiger wird auch Zedent genannt, während der neue Gläubiger als Zessionar bezeichnet wird. Bei der Abtretung einer Forderung kommt ein Vertrag zwischen dem Zedenten und dem Zessionar zustande. Dieser Vertrag darf auch mündlich getroffen werden, da keine gesetzliche Anforderung zum Abschluss einer schriftlichen Vereinbarung besteht. Für den Factoringnehmer bedeutet die Forderungsabtretung steigende Liquidität & Sicherheit.

 

Welche Forderungen dürfen abgetreten werden?

Fast jede Art von Forderung kann abgetreten werden, sofern die Abtretung nicht ausdrücklich zwischen den Beteiligten des ursprünglichen Handelsgeschäftes ausgeschlossen wurde. Ferner dürfen unpfändbare Forderungen oder höchstpersönliche Ansprüche, wie zum Beispiel Rentenzahlungen, ebenfalls nicht abgetreten werden. Außerdem führt das BGB in den Paragrafen 473 und 717 weitere Forderungen auf, deren Abtretung gesetzlich verboten ist. Der Schuldner muss der Abtretung einer Forderung nicht ausdrücklich zustimmen.
Varianten der Forderungsabtretung

Eine abgetretene Forderung muss tatsächlich bestehen und der Zedent muss Inhaber der Forderung sein. Ein Unternehmen kann zur Steigerung seiner Liquidität nur einen Teil einer Forderung abtreten (Auswahlfactoring). Die vorausgezogene Forderungsabtretung wird von Betrieben häufig zu Sicherungszwecken genutzt. Bei einer Globalzession werden/müssen alle Forderungen abgetreten werden.

 

Welche Vorteile bietet die Forderungsabtretung?

Nach Abtretung einer Forderung an eine Factoringgesellschaft erhält das abtretende Unternehmen von dem Zessionar einen Betrag ausgezahlt, der geringfügig niedriger ausfällt als der tatsächliche Forderungsbetrag. Das Factoringunternehmen berechnet für die Verwaltung der Forderung und für die Übernahme des Ausfallrisikos eine Gebühr. Trotzdem lohnt sich die Forderungsabtretung für viele Unternehmen, da sie mit der Abtretung die Überwachung des Zahlungseingangs und ein eventuell notwendiges Mahnverfahren abgeben, verbunden mit der sofortigen Liquidität durch den Forderungsverkauf.

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