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Lexikon – Delkredere

Der Begriff Delkredere hat im Wirtschaftsleben zwei Bedeutungen. Im Handelsrecht wird mit dem Ausdruck ein Garantievertrag bezeichnet, mit dem ein Dritter einem Unternehmen den Eingang einer Forderung garantiert. Im Rechnungswesen handelt es sich um die Wertberichtigung von Forderungen, die voraussichtlich nicht beglichen werden.

 

Delkredere: Entwicklung und Beispiele

Die Vokabel credere bedeutet im Lateinischen glauben oder vertrauen. Ursprünglich wurde mit dem Begriff das Vertrauen des Verkäufers bezeichnet, das er in die Zahlungswilligkeit und Zahlungsfähigkeit seiner Kunden hat. Daraus hat sich in Deutschland ein Handelsvertrag entwickelt, der mit Kommissionären und Handelsvertretern vereinbart wird. Diese beiden Berufsgruppen schließen Geschäfte im Namen Dritter ab. Damit sich der Verkäufer aus diesen Handelsgeschäften darauf verlassen kann, dass der Käufer seiner Zahlungsverpflichtung nachkommt, kann er mit einem Handelsvertreter einen schriftlichen Delkrederevertrag abschließen. Bei Kommissionären reicht ein mündliches Delkredere aus, sofern es sich auf einen am Ort üblichen Handelsbrauch bezieht.
Beim echten Factoring übernimmt der Factor das Delkredere. Exporteure können die Risiken im internationalen Außenhandel durch eine Garantie oder Bürgschaft der Bundesrepublik Deutschland absichern. Falls Forderungen durch eine Versicherung, Bürgschaft oder Garantie gedeckt sind, dürfen sie nicht wertberichtigt werden. Kurz gesagt: Delkredere ist auch die Haftung des Factors.

 

Einzelwertberichtigung und Pauschalwertberichtigung

Wenn ein Unternehmer jedoch absehen kann, dass offene Forderungen nicht bezahlt werden, darf er diese Außenstände im Rahmen des Delkredere wertberichtigen. Dabei unterscheidet das Rechnungswesen zwischen einer Einzelwertberichtigung und einer Pauschalwertberichtigung. Bei der Einzelwertberichtigung wird die wirtschaftliche Lage des Käufers abgeschätzt. Ist er komplett zahlungsunfähig, erfolgt die Abschreibung der offenen Forderung. Kann der Gläubiger wahrscheinlich einen Teil der Rechnung bezahlen, wird die Forderung mit dem Wert in der Bilanz erfasst, der dem erwarteten Zahlungseingang entspricht.
Wenn bei einer Firma viele kleine Forderungen gegen die Schuldner bestehen, die voraussichtlich nicht bezahlt werden, kann das Unternehmen eine Pauschalwertberichtigung vornehmen. Die Zusammenfassung der unterschiedlichen offenen Rechnungen ist nicht so arbeitsaufwendig und spart der Buchhaltung des Gläubigers Zeit.

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